#RasenWiki – Ansaat

#RasenWiki
#RasenWiki

Rasenpflege –unter Berücksichtigung gesellschaftlichen und klimatischen Wandels 

Ansaat 

Wählen Sie den Saatzeitpunkt so, dass möglichst gute Keimbedingungen erwartet werden können. Ab Bodentemperaturen von 8 °C und gleichmässiger Feuchtigkeit darf mit einem erfolgreichen Auflaufen der Gräser gerechnet werden.

Die Sommermonate mit grosser Hitze und Trockenheit eignen sich deshalb nicht für eine Neu- oder starke Nachsaat. Auch die kalten Wintermonate sollten als Saatzeitpunt vermieden werden, da die unterschiedlichen Gräserarten bei unterschiedlichen Temperaturen keimen. Englisches Raygras (Lolium perenne) keimt bspw. bereits bei tieferen Temperaturen. Dies führt zu einer einseitigen Artenzusammensetzung und schliesslich zu einer weniger strapazierfähigen, krankheitsanfälligeren Rasenfläche. 

Achten Sie darauf, dass die Grasfrüchte guten Bodenkontakt haben. Um die Keimung, insbesondere der langsam keimenden Wiesenrispe (poa pratensis) zu fördern, ist eine Schlitz- oder Perforationsaat am erfolgversprechendsten. Auch das Einigeln mit einer Igelwalze bringt das Saatgut in tiefere Schichten, so dass es geschützt vor Sonne und Wind keimen kann. Lassen die Umstände bloss eine Übersaat zu, decken Sie diese mittels einer feinen Erd-, Substrat- oder Topdressingschicht ab und walzen Sie die Oberfläche leicht an. 

Nun sind regelmässige Wassergaben für eine flächendeckende und gleichmässige Keimung der Gräser ausschlaggebend. Ob die Feuchtigkeit über Regen oder über manuelle Beregnung zugeführt wird, ist unwichtig.
Achten Sie darauf, dass das Saatgut für
mindestens 4 Wochen  feucht (nicht nass) bleibt und niemals austrocknet. Insbesondere in Trockenperioden oder während der heissen Mittagsstunden, an exponierten, windigen Lagen, trocknet die oberste Schicht der Vegetationstragschicht sehr schnell aus. Der Keimprozess wird unwiederbringlich gestoppt, sollte das Saatgut nur einmal austrocknen. Das heisst, dass mehrere tägliche manuelle Wassergaben bei sonnigem und heissem Wetter unumgänglich sind. Um dies zu gewährleisten raten wir Ihnen, eine (temporäre) Beregnungsanlage mit Zeitschaltuhr zu installieren. Ab ca. 10 Uhr sollte die Beregnung dabei im Stundenrythmus kurze, aber flächige Wassergaben ausbringen. Denken Sie daran, die Rasenmischung besteht aus verschiedenen Gräserarten. Darin sind wie oben beschrieben auch von Natur aus langsam keimende Gräserarten wie Wiesenrispe (poa pratensis) enthalten, welche für ihren Keimprozess regelmässige Wassergaben benötigen, selbst wenn der erste grüne Flaum des schnellkeimenden englischen Raygrass (Lolium perenne) bereits ersichtlich ist. 

Unsere Rasenmischungen für den Gebrauchs- und Strapazierrasen (renosementis active pro und renosementis champion) sowie die Nachsaatmischung (renosementis topdress GT) sind mit einem Keimbeschleuniger «HEADSTART» auf der Wiesenrispe (poa pratensis) behandelt, um den von Natur aus langsameren Keimprozess zu beschleunigen und zu unterstützen.
Ausserdem ist das ganze Saatgut von renosementis
active pro und renosementis champion mit einem Mikroorganismus-Mix «ProRadix» behandelt. Dieser enthält verschiedene Enzyme und Vitamine aus Algen sowie eine Mischung aus Mikroorganismen wie Mykorrhiza-Pilzen, Bacillus spp. Streptomyceten sowie Trichoderma-Pilzen, welche das Saatgut und anschliessend die Gräser bei der Abwehr und Massnahmen gegen Umwelteinflüsse (Trockenheit, Hitze) und Schaderregern (Pilzkrankheiten) unterstützen. Überdies wird die Wurzelentwicklung massgeblich gefördert, was zu einer verbesserten Nährstoff- und Wasseraufnahme führt. 

Da die Rasensaat in der Natur erfolgt, sind wir selbstverständlich auf ihre Mithilfe in Form geeigneter Witterung angewiesen. Leider hat sich in den letzten Jahren zunehmend gezeigt, dass das Zeitfenster mit optimalen Bedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Sonnenlicht usw.) immer enger wird oder teilweise ganz ausbleibt. Aber gerade wenn diese Bedingungen auftreten, steigt die Bedeutung der oben beschriebenen Tätigkeiten in besonderem Masse. 

Im nächsten Teil unserer Serie möchten wir Ihnen die Nachteile und Folgen von verdichteten Böden sowie Staunässe genauer erläutern. 

 

Teil 5, gepostet am 31. OKTOBER 2019, 07.00 Uhr 
Wir freuen uns über jeden geteilten, gelikten, gefolgten und getweeteten Artikel.
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.